Rückblick Rappeln/Wärren/Gerren

Rülzheim

„Wir haben gerätscht für's heilige Grab, drum erbitten wir eine milde Gab‘...“. Nach zweijähriger Zwangspause durften wir endlich wieder durch Rülzheims Straßen ziehen, um die an Gründonnerstag „weggeflogenen“ Glocken zu ersetzen. Am Freitag, den 15., und am Samstag, den 16. April 2022, hieß es für uns schon früh morgens „antanzen“ zu den  morgendlichen „Ave Mariae“. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen Rapplerinnen und Rapplern für ihren ständigen Einsatz über die Kartage, bei Sibylle Gramlich und Melanie Geeck für das Herrichten eines Frühstücks, und bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre „milde Gab“ bedanken.

Bei gutem Wetter und Sonnenschein sammelten wir nämlich 7.113,23€, welche in unsere Messdienerkasse zur Finanzierung von Ausflügen/Freizeiten/etc. fließen. Trotz einiger müder
Augen und schlappen Beinen hoffen wir dennoch, dass es den Rappelnden Spaß gemacht hat, dabei zu sein und auch etwas über die jährliche Tradition des Rappelns/ Rätschens/Gärrens zu lernen.

Kuhardt

Endlich war es wieder soweit: Nach zwei Jahren vieler Einschränkungen und Unwägbarkeiten konnten die Messdiener in diesem Jahr wieder ein halbwegs "normales" Osterfest begehen. Dazu gehörten im Vorfeld natürlich die Proben fürs Gärren und für die Gottesdienste. Vor allem aber konnten die großen Gottesdienste der Karwoche in diesem Jahr wieder mit der Gemeinde zusammen gefeiert werden. Und mit dabei waren natürlich auch wieder alle Messdiener. Bereits am Palmsonntag ging es los mit der Messe vom Einzug Jesu in Jerusalem. Der Gründonnerstag stand im Zeichen des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern; mit dabei waren hier auch unsere Kommunionkinder, die wieder Brot an die Gemeinde verteilen konnten - wie es vor Corona auch üblich gewesen war. Den, mitunter anstrengenden, Höhepunkt bildeten die drei heiligen Tage von Karfreitag bis Ostern:

Bereits um 7 Uhr morgens zogen die Messdiener das erste Mal mit ihren Gärren los, um zum Morgengebet zu rufen - denn die Glocken waren vom Abend des Gründonnerstags an
verstummt. Um 12 und um 18 Uhr riefen sie wieder zum Angelus- Gebet, außerdem zur Kreuzwegandacht und zur Karfreitagsliturgie am Nachmittag, in der sie ebenfalls ihren Dienst verrichten durften. Ein letztes Mal zogen die Jungs und Mädels am Morgen des Karsamstags los zur Gebetszeit, bevor es zum großen Ostersammeln ging.

Auch in diesem Jahr sammelten die Messdiener ihre Gaben für ihre Dienste in den Gottesdiensten und vor allem zu den Kartagen und sie wurden reichlich beschenkt; sowohl in  pekuniärer Form als auch in Naturalien, die natürlich auch besonders gut ankommen. An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Spendern und Gönnern herzlich bedanken, die uns im  Laufe des Jahres und vor allem an Ostern Gutes tun; nicht zu vergessen der Dank an Claudia Gehrlein, die wie immer eine sehr leckere Wegzehrung bereitstellte, damit die  Messdiener  auch ihren letzten Teil der Ostertage gestärkt verrichten konnten.

Höhepunkt des Kirchenjahres war natürlich die Osternacht, dieses Jahr wieder in Leimersheim; auch hierzu stellten die Messdiener von Kuhardt eine Abordnung, bestehend aus 8 motivierten jungen Damen, um die Leimersheimer Jungs zu unterstützen. Den Abschluss der Osterfeierlichkeiten in Kuhardt bildete dann der Ostermontag.

Hördt

In diesem Jahr konnten die Messdiener*innen und einige Kommunionkinder an den Kartagen wieder ihren Dienst tun und haben mit den Gerren die Glocken der Kirche ersetzt und zum Gebet aufgerufen.

Mit den Fahrrädern ging es zu den Zeiten durch das Dorf und an vielen Straßenecken und -enden waren die Gerren zu hören. Nach getaner Arbeit waren die Messdiener*innen am Karsamstag unterwegs und haben die Ostergaben gesammelt. Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern für die Osterleckereien und vor allem für die großzügige Unterstützung unserer Messdiener* innenarbeit durch die Geldspenden!

Leimersheim

In den vergangenen Ostertagen waren die Messdiener Leimersheim zu Fuß im Dorf unterwegs, um mit ihren hölzernen Lärminstrumenten – den sogenannten „Werren“ – die über die Kartage schweigenden Kirchglocken von St. Gertrud zu vertreten. So zogen vier Gruppen zu je sechs oder sieben Messdienern zu den Gebetszeiten durchs Dorf. Insgesamt neun Mal  waren die Messdiener zum Werren unterwegs; hierfür ein herzliches Dankschön an alle, die so bereitwillig mit dabei waren und trotz der körperlichen Anstrengungen ihre Zeit für das
Ehrenamt aufbrachten!

Im Anschluss an das morgendliche Karfreitags-Werren, wurde gemeinsam im Pfarrsaal gefrühstückt. Ein großes Dankeschön gebührt an dieser Stelle Familie Zöller, die zum Frühstück der Messdiener, welches nun nach zwei Jahren endlich wieder stattfinden konnte, einige Kranzkuchen beisteuerten.
Beim „Großen Werren“, welches am Karsamstag stattfand, gingen alle Leimersheimer Messdiener als große geschlossene Gruppe jede Straße Leimersheims ab, um Spenden für ihre  im vergangenen Jahr geleistete Jugendarbeit zu sammeln. Natürlich brauchte es bei solch einer langen Wegstrecke eine Mittagspause mitsamt anständiger Verpflegung. Daher  wurden die Teilnehmer mit gegrillten Würstchen, Schafskäse, knusprigen Pommes und leckeren Salaten versorgt; hierfür ein großes Dankeschön an Familie Fischer!
Ein besonders großer Dank gebührt auch Ihnen; den Bürgerinnen und Bürgern Leimersheims. Dank Ihrer großzügigen Spenden für unsere Jugendarbeit wird es uns auch im kommenden Jahr wieder möglich sein, große Projekte umzusetzen und die Jugendarbeit in Leimersheim weiter voranzutreiben. Die Leimersheimer Messdiener sagen Herzlichen Dank!"

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