Aktuelle Informationen aufgrund Corona / COVID-19

Zum Lesen

Info des Bistums Speyer (18.03.2020)

www.bistum-speyer.de/

Online-Gottesdienste

Ökumenisches Gebet 26. März um 19:30

  • Alle gottesdienstlichen Zusammenkünfte (Eucharistiefeiern, Andachten usw.) unterbleiben, sowohl in geschlossenen (auch privaten) Räumen, als auch im Freien (Ausnahme vgl. Nr. 4). Dies betrifft auch die vor uns liegenden Kar- und Ostertage! Nähere Informationen soll es in den kommenden Wochen und Tagen geben. 
    Es besteht die Möglichkeitauf das Online-Programm der Kirchen zurückzugreifen. Über die Medienseite des Pilger bekommen Sie weitere Informationen
  • Bereits heute musste wegen der notwendigen Planungssicherheit entschieden werden, dass auch die Feiern der Erstkommunion auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden müssen, an dem sich die Situation wieder normalisiert hat.
  • Taufen und Trauungen müssen verschoben werden. Eine neue Terminfestlegung kann erst nach Beendigung der Krise erfolgen. Nottaufen sind jedoch immer möglich. Die dabei anwesende Personenzahl darf incl. des Taufspenders 5 Personen nicht übersteigen.
  • Beerdigungen können nur noch ohne Feier eines Sterbeamtes, auf dem Friedhof, im engsten Familien- und Freundeskreis und entsprechend den örtlichen Vorgaben bzgl. der Nutzung der Leichenhallen stattfinden. Während der Corona-Krise werden wir Trauerfeiern nur noch im Freien abhalten. Zu Beginn der Trauerfeier treffen sich die Trauergäste vor der Trauerhalle. Auf das Bereitstellen von Weihwasser und Erde am Grab ist aufgrund des Berührens der Grifffläche von Aspergil und Schaufel zu verzichten.
  • Die Priester feiern sonntags und an allen Werktagen stellvertretend für die Gläubigen alleine, d. h. ohne Beteiligung von Gläubigen, Ministranten etc. (die Corona-Krise ist ein „gerechter Grund“ gemäß can. 906 CIC) die Heilige Messe.
  • Auch bislang tagsüber geöffnete Kirchen sind vorerst (bis es von staatlicher Seite andere Anweisungen gibt) weiter offen zu halten als Orte des persönlichen Gebetes.
  • Seelsorger und Seelsorgerinnen sollen als Ansprechpersonen für die Gläubigen zur Verfügung stehen.
    Sie sind auf jeden Fall telefonisch, digital und soweit möglich und sinnvoll auch persönlich für die Gläubigen erreichbar. Die notwendigen Hygienevorschriften sind unbedingt zu beachten.
  • Sämtliche Maßnahmen und Veranstaltungen auf allen kirchlichen Ebenen (Pfarrei, Dekanat, Diözese) unterbleiben. Dazu zählen insbesondere Einkehrtage, Exerzitien, Kommunionkinder- und Firmvorbereitungstreffen, Gremiensitzungen, Treffen von Gruppen und kirchlichen Vereinen, Chöre, Wallfahrten, Freizeitmaßnahmen, Schulungen, Veranstaltungen im Rahmen der Seniorenpastoral usw.
  • Krankenbesuche
    Persönliche Krankenbesuche müssen wegen der Gefahr einer Ansteckung der alten und kranken Menschen unterbleiben. Stattdessen halten die Seelsorgerinnen und Seelsorger telefonisch Kontakt.
  • Krankensalbung
    Krankensalbung kann jeder Priester allen, die darum bitten, jederzeit spenden, sofern keine Corona-Erkrankung vorliegt (beim Patienten oder im häuslichen Umfeld).
    Im Krankenhaus kann Corona-Patienten die Krankensalbung gespendet werden, sofern das Krankenhaus die notwendige Schutzkleidung zur Verfügung stellt.
  • Kommunionempfang
    Gläubigen, die darum bitten, die Hl. Kommunion zu empfangen, kann diese unter Beachtung der notwendigen Hygienemaßnahmen gespendet werden.

Katholische Öffentliche Büchereien, Teestuben, Kirchencafé’s usw. bleiben geschlossen.

Zusätzlich zu den zahlreichen gottesdienstlichen Online-Angeboten, werden Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsident Christian Schad am Samstag, 21. März 2020, um 18.00 Uhr eine Fürbittandacht halten. Über Livestream kann auf der Homepage des Bistums jede und jeder mitfeiern. Der Gebetstext wird auf der Homepage des Bistums und im PILGER rechtzeitig veröffentlicht.
Ein 10-minütiges Geläut aller katholischen und evangelischen Kirchen wird an diesem Samstag dem Gebet vorangestellt. Wir bitten darum, sich an diesem Geläut um 18.00 Uhr zu beteiligen.

Ostererfahrungen – auch gerade heute und jetzt

 

Ich  vermute, dass Sie am Ostermorgen nicht mit einem anderen Gefühl aufwachen werden als am Tag zuvor. Die Welt hat sich – Ostern zum Trotz – einfach weitergedreht und es ist zu befürchten, dass sie kein bisschen besser oder schlechter geworden ist. Es ist nicht auszuschließen, dass sich auch in der Osternacht die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen erhöhen wird. Aber in allen Jahren war es so, dass Menschen erkrankt sind und sterben - Das ist nicht nur in diesem Jahr so, das ist seit 2.000 Jahren so.

Und doch heißt es Jahr für Jahr an Ostern: „Christus ist auferstanden.“ Es ist das große Geheimnis des christlichen Glaubens, das die Kirche an Ostern feiert: Jesus Christus hat durch seine Auferstehung den Tod besiegt. Für Christinnen und Christen ist dies Grund zur Hoffnung. Der Glaube an die Auferstehung ist sogar so stark, dass Krankheit und Tod nicht einmal am Ende des menschlichen Lebens das Ende bedeuten. Niemand geht verloren!

Viele Menschen stehen mit Angst, Zweifel oder zumindest unguten Gefühlen der jetzigen Situation gegen- über. Wir erleben eine Zeit, die den meisten von uns unbekannt ist. Aber Ostern lehrt uns, dass es noch eine andere Wirklichkeit geben könnte als die sichtbare und messbare Welt. Ostern ist nicht folgenlos ge- blieben in unserer Welt. Immer dann, wenn Krankheit, Tod und Trauer nicht das letzte Wort gelassen wird, wenn Dinge nicht einfach hingenommen werden, wenn aller schlechter Prognosen zum Trotz die Hoffnung bestehen bleibt, wenn man in tiefster Dunkelheit noch Licht erkennen kann – dann scheint etwas von dem auf, was die Jüngerinnen und Jünger, die Jesus nachfolgten, nach seiner Auferstehung erfahren haben.

Auch wir brauchen nach den Wochen des zu Hause Seins, der damit verbundenen wirtschaftlichen Unge- wissheit, der eingeschränkten Kontakte untereinander vor allem Hoffnung. Wir müssen nach den dunklen Tagen des „Kreuzes“ aufstehen und mit Hoffnung und Tatendrang die anfallenden Aufgaben angehen.

Wenn wir Ihnen also frohe Ostern wünschen, dann wünschen wir Ihnen Auferstehungserfahrungen – von Dingen, die festgefahren waren und plötzlich wieder neu in Bewegung geraten; von Hoffnung, mitten in der Hoffnungslosigkeit; von Licht, das in die Dunkelheit hineinscheint.

 

Michael Kolb,                      Gaby Kemper
Ltd. Pfarrer                        Vorsitzende des Pfarreirates